Bündnis verurteilt Angriff auf eine Moschee in Tuttlingen

Laut Medienberichten haben in der Nacht zum Mittwoch, den 20.04.2016,  unbekannte vor einer Moschee in Aldingen/Landkreis Tuttlingen bei Freiburg im Breisgau, einen abgetrennten Schweinskopf vor die Tür der Moschee gelegt. Der Vorsitzende des Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland, Mehmet Karaoğlu, sagte hierzu: „Das ist ein widerlicher Anschlag auf ein Gotteshaus. Ich fordere die Parteien und vor allem die AfD auf, sich von solchen Anschlägen zu distanzieren. Jedes Gotteshaus verdient Respekt.“

Laut Koran ist der Verzehr von Schweinefleisch verboten, das Schwein ist aber wie alle Tiere eine Erschaffung von Gott. „Es für solche Zwecke zu missbrauchen, empfinde ich als höchst unethisch“, so der Vorsitzende weiter. „Das ist Verschmähung auf niedrigstem Niveau und eine Missachtung freiwilliger Weltanschauung und Religionsfreiheit.“

Mit Entsetzen beobachten die Muslime in der Bundesrepublik immer wieder ähnliche Übergriffe auf ihre Gotteshäuser. Derzeit gibt es kein gesondertes Recht. Erst vor kurzem hat das Innenministerium erklärt, dass Übergriffe auf Muslime gesondert dokumentiert werden sollen. „Das ist nicht genug“, so Herr Karaoğlu: „Gotteshäusern sollte ein besonderer Schutz zugesprochen werden. Trittbrettfahrern sollte kein Raum zur Nachahmung gegeben werden“, so der Wunsch des Vorsitzenden.

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