Feiger Angriff in Barmbek

Die Messerattacke vom Freitag den 28.07.2017 hat uns alle tief getroffen und schockiert. Der Täter griff in einem Supermarkt wahllos Menschen mit einem Messer an, wobei er einen Passanten tötete und zahlreiche weitere verletzte.

Laut Auskunft der zuständigen Behörden handelt es sich beim Täter um einen Fluchtmigranten. Auch war zu lesen, dass dieser Drogen konsumierende sowie psychisch labile Mann vor der Abschiebung gestanden habe.

Menschen ohne Hoffnung und Perspektive im Leben stehen unter enormem Druck und auch die Zustände der Aufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende sind für Betroffene oft eine enorme Belastung.
Es gilt derart hinterhältige Angriffe nicht zu entschuldigen und mit allen Mitteln geltenden Rechts zu ahnden. Zeitgleich gilt es allerdings nach den Ursachen zu suchen, und zu fragen, warum sich Menschen zu solchen Taten entscheiden.

Hinter solchen Geschehnissen sofort religiös motivierte Taten zu mutmaßen ist nicht zielführend, da dadurch die eigentlichen Ursachen übersehen werden könnten und alle Anhänger einer Religion pauschal als gefährlich eingestuft werden.

Als Muslime verurteilen wir diese Vorkommnisse scharf und sprechen den Verwandten und Angehörigen aller Opfer unser Beileid aus, wünschen den Verletzten schnelle und vollständige Genesung.
Dank gebührt auch den mutigen Mitbürgern, welche den Angreifer vor dem Supermarkt außer Gefecht setzten und entwaffneten.
Möge Allah uns vor solchen schrecklichen Ereignissen schützen und bewahren.

Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland e.V.

Zusätzliche Informationen