Internationale Wochen gegen Rassismus sind zu Ende

Die internationalen Wochen gegen Rassismus sind am 26.März zu Ende gegangen. Das Bündnis islamischer Gemeinden in Norddeutschland e.V. kann auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken.

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Veranstaltungsreihe 'Erste Hilfe - Reanimation'

Die SCHURA - Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg und die Gesellschaft Muslimischer Mediziner in Norddeutschland haben die Veranstaltungreihe „Erste Hilfe-Reanimation" ins Leben in gerufen. Starten wird die Reihe am 26.03.2017 von 14:00-16:00 Uhr in den folgenden Moscheegemeinden: Centrum Moschee Hamburg – Böckmannstraße 40, Al Nour Moschee – Kleiner Pulverteich 17 und Islamisches Zentrum Hamburg – Schöne Aussicht 36. Nach einem Vortrag wird es eine Reanimationsübung für alle Teilnehmer geben. Jeder ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

„Als Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland unterstützen wir gerne solche Veranstaltungen. Einem Menschen in Not zu helfen ist die Aufgabe eines jeden Muslims, daher ist das Thema der Reanimation so wichtig. Im Namen meiner Organisation danke ich allen Teilnehmern, die diese Veranstaltungsreihe ermöglicht haben. Vielen Dank an das Universitätsklinikum Eppendorf, an die Al-Nour Stiftung, dem Islamischen Zentrum Hamburg, der Gesellschaft Muslimischer Mediziner in Norddeutschland und natürlich der SCHURA Hamburg. Diese Tätigkeiten ermöglichen uns Muslime sich weiterzubilden und der Gemeinschaft in der wir Leben von Nutzen zu sein", so der Vorsitzende vom Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland e.V., Mehmet Karaoğlu.

Internationale Wochen gegen Rassismus sind im vollen Gange

Am Sonntag den 19.03.2017 hat im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR) ein Nachbarschaftsgrillfest mit einem kleinen Programm stattgefunden. Die Islamische Gemeinde Lübeck hat in ihren neuen Räumlichkeiten eingeladen. Nachdem die Islamische Gemeinde Lübeck und Frau Pröbstin Petra Kallies vom Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Lübeck- Lauenburg Grußworte an die Gäste gerichtet haben, gab es einen Vortrag über „Rassismus heute“. Hier wurde auf versteckten, offenen und unbewussten Rassismus hingewiesen und das sogannte „racing-profiling“ innerhalb des institutionellen Rassismus gesprochen. Der Kultur- und Sozialanthropologe Ibrahim Yazici hat in seinem Vortrag auf die Folgen der verschiedenen Arten von Rassismen aufmerksam gemacht und für mehr Dialog zu einer besseren Integration geworben. „In der Regel haben Menschen Vorurteile über bestimmte kulturelle und Gruppen, weil sie kaum bis keine Kontakte zu Menschen denen haben und sie aufgrund negativer Beeinflussung diskriminierend handeln und rassistische Stellungen einnehmen. Hass ist die Quelle von Rassismus und wir müssen uns alle für eine bessere Lebensqualität einsetzen, um eine noch bessere Gesellschaft zu ermöglichen“, so der Forscher.

Im Anschluss gab es ein Buffet und die Teilnehmer konnten ins Gespräch kommen. Gäste, die noch keine Moscheeführung mitgemacht hatten, wurden durch die Moschee geführt. Unter den Gästen waren auch politische und religiöse Vertreter der Stadt Lübeck.

Unter dem Motto „100% Menschenwürde: Gemeinsam gegen Rassismus“ gibt es Freitag den 24.03.2017 und Samstag den 25.03.2017 von 14:00-18:00 Uhr am Hauptbahnhof Hamburg Kundgebungen die auf die IWgR aufmerksam machen. Hier werden unter anderem Infomaterialien verteilt und Grundrechte aus der deutschen Verfassung vorgelesen.

Am 26.03.2017 veranstaltet die Islamische Jugend Rendsburg ein Fußballturnier gegen Rassismus, hier nehmen unter anderem muslimische Jugendgruppen aus ganz Norddeutschland teil.

Folgende Aktionen finden noch in Norddeutschland statt:

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EuGH Urteil betrifft vor allem Muslime

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat mit seiner Entscheidung die freie religiöse Entfaltung jedes Einzelnen in Gefahr gebracht, da Neutralität augenscheinlich als Areligiosität verstanden wird. Das Urteil besagt, dass Unternehmen eigenverantwortlich Verbote hinsichtlich religiöser, politischer und philosophisch-weltanschaulicher Symbole durchsetzen dürfen, sofern hinsichtlich jeglicher religiöser oder politischer Bekleidung eine Gleichbehandlung gewährleistet ist. In der Praxis wird dieses Urteil aber vor allem gottgefällig handeln wollenden Musliminnen mit Kopftuch die Situation auf dem Arbeitsmarkt erschweren.

Mehmet Karaoğlu, Vorsitzender des Bündnisses der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland e.V., äußerte sich zu jenem Urteil: „Dieses Urteil überlässt es zwar den jeweiligen Unternehmern, religiös motivierte Kleidungsvorschriften "unter Umständen" bei der Arbeit zu verbieten – und dennoch wirkt es auf mich befremdlich.

Ich hoffe sehr, dass Unternehmen nicht von diesem Recht Gebrauch machen und so Teile der Gesellschaft ausgrenzen. Vor allem gut ausgebildete muslimische Frauen würden aufgrund ihrer religiösen Überzeugung benachteiligt werden, was den universellen, freiheitlich demokratischen Werten unserer Gesellschaft zuwiderlaufen würde.
Die Religionsfreiheit und deren individuelle Ausübung geht mit der Würde eines jeden Menschen Hand in Hand, welche durch derartige Vorschriften angegriffen wäre."

In Hamburg haben wir gemeinsam mit allen gesellschaftlichen und religiösen Einrichtungen, sowie der Regierung eine bislang vorbildhafte Politik gefahren, welche sich für ein friedliches Miteinander einsetzt, gegenseitige Achtung, respektvolles Miteinander und Hilfe beinhaltet.

Auch das Bundesverfassungsgerichts spricht sich durch sein Urteil aus dem Jahre 2015 gegen ein pauschales Verbot für das Kopftuch an staatlichen Schulen aus und erachtet es nur dann als rechtmäßig, wenn dadurch eine "hinreichende konkrete Gefahr" für den Schulfrieden bestünde.

Internationale Wochen gegen Rassismus 2017

Für Muslime ist Rassismus eine schändliche Tat und wir dürfen bei rassistischen Übergriffen die Augen nicht verschließen“, so Mehmet Karaoğlu Vorsitzender vom Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland e.V. (BIG e.V.) anlässlich des Auftaktes der Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR). Weiter sagt er: „Wir haben uns in diesem Jahr für eine Dauerkundgebung am Hauptbahnhof entschieden. Hier werden wir auf die Internationalen Wochen gegen Rassismus aufmerksam machen und auf die Gefahr des Rassismus hinweisen. Interessierte sind herzlich eingeladen.“

Die Dauerkundgebung des BIG e.V. anlässlich der IWgR wird am 17.03.2017, 18.03.2017, sowie am 24.03.2017 und am 25.02.2017 von 14:00-18:00 Uhr vor dem Hauptbahnhof am Steintorwall in Hamburg stattfinden.

“Der Islam ist gegen Rassismus. Dies ist im Koran unmissverständlich verdeutlicht," so Karaoğlu weiter. "Daher werden wir das Thema bei den Freitagspredigten in unseren Moscheen und in den Gesprächszirkeln der verschiedenen Abteilungen in ganz Norddeutschland behandeln und diskutieren.”

Es heißt im Koran, Sura Hudschurat, Vers 13: „O ihr Menschen! Wir erschufen euch aus einem Mann und einer Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr einander kennenlernt. Doch der vor Allah am meisten Geehrte von euch ist der Gottesfürchtigste unter euch. Allah ist fürwahr wissend, kundig.“

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Weltfrauentag

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