Stellungnahme

Als islamische Religionsgemeinschaft in Norddeutschland verfolgen wir gespannt die Vorkommnisse um die DITIB - Imame in der Bundesrepublik Deutschland. Die aktuellen Razzien der Privatwohnungen einiger Imame, die wie alle anderen von der türkischen Behörde Diyanet gestellt werden, verunsichern viele Muslime.

Eine Straftat darf durch nichts gerechtfertigt werden - insbesondere eine Spionage durch Religionsvertreter ist aufs schärfste zu verurteilen und abzulehnen.

Inwieweit die seitens der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe der Wahrheit entsprechen, werden die folgenden Ermittlungen zeigen.

Unerfreulicher Weise wird im öffentlichen Diskurs recht populistisch mit diesem Thema umgegangen, weshalb sich viele Muslime und besonders Imame, welche sich seit Jahrzehnten für ein fruchtbares Zusammenleben und die Integration starkmachen, in ihrer Rolle als Vermittler gefährdet.

Während die über Jahrzehnte geleistete Arbeit der Imame innerhalb der türkischen Gemeinden zweifelsohne zu honorieren ist, betrachten wir die populistische Instrumentalisierung und Stigmatisierung mit großem Bedenken.

Muslimische Vereine in Deutschland leisten seit der ersten Stunde an wichtige gesellschaftliche und soziale Arbeit. Sie sind stets verlässliche Partner im Kampf gegen Radikalismus und ein Garant für das friedliche Zusammenleben. Dies und vieles Weitere wird im Rahmen der populistischen Debatten nur allzu oft unterschlagen und gerät in Vergessenheit.

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